Gefährliche Pausen im nächtlichen Schnarchkonzert
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5/5 Gefährliche Pausen im nächtlichen Schnarchkonzert
11.10.2019 14:00

Jede Nacht ein Schnarchkonzert?

Schnarchen kann vor allem für den Partner / die Partnerin nervenzerreibend sein. Ein nächtliches Schnarchkonzert kann nämlich bis zu 80 Dezibel laut werden. Das entspricht dem Lärm eines vorbeifahrenden LKWs oder einer Kreis-säge.

Trotzdem wacht der Schnarchende von seinem Krach nicht auf: Das Gehirn gewöhnt sich im Laufe der Jahre an den Lärm und lässt den Schnarchenden ruhig weiterschlafen.

Das periodische Schnarchen alleine ist für die Gesundheit des Schnarchenden grundsätzlich unbedenklich. Anders verhält es sich, wenn es während dem Schlafen zu Atempausen, sogenannter Schlafapnoe, kommt. Leider ist diese oft schwer zu erkennen, da die am Tag auftretenden Symptome, z.B. Erschöpfung, Konzentrationsschwierigkeiten, Sekundenschlaf, nicht mit der nächtlichen Störung in Verbindung gebracht werden und sich der Schläfer an seine Atemaussetzer während des Schlafens nicht erinnern kann, zumal er tagsüber keinerlei Atembeschwerden hat. Die Beobachtungen des Partners / der Partnerin können deshalb entscheidende Hinweise für eine Diagnose sein.

Atempause – die Atmung stoppt

Während dem Schlafen entspannen sich nebst der Körpermuskulatur auch die Weichteile im Rachen, also Gaumen, Zunge und Rachenmuskulatur. Beim Schnarchen verengen sich dadurch die Luftwege und es entstehen Turbulenzen, die das Gewebe zum Vibrieren bringen. Wenn die oberen Atemwege sich komplett verschliessen, spricht man von einer Atempause. Die Atmung stoppt, bis schliesslich das Gehirn die bedrohende Situation registriert und den Schläfer mit einer Weckreaktion vor dem Ersticken rettet.

Oft bleibt die Schlafapnoe jahrelang unentdeckt und führt auf Grund der fehlenden Erholung und mangelnden Sauerstoffversorgung im Schlaf zu gesundheitsschädigenden Folgen. Zur Vorbeugung empfehlen wir deshalb bei jeglichen verdächtigen Atemgeräuschen oder Atempausen im Schlaf eine frühzeitige Diagnostik, insbesondere bei zusätzlicher Tagesschläfrigkeit und Schlaflosigkeit oder Konzentra-tionsstörungen.

Interdisziplinäre Diagnostik in 30 Minuten

Eine schnelle und unkomplizierte Diagnostik bietet die Schnarchsprechstunde, welche von der KSM Klinik für Schlafmedizin in Kooperation mit regionalen Fachärzten aus den Medizinbereichen ORL/HNO, Zahnmedizin und Kieferchirurgie anbietet. Diese Abendsprechstunde findet montags ab 17 Uhr in der KSM Luzern und dienstags ab 18 Uhr in der Praxisgemeinschaft Gartenmatt in Bülach statt. An einem einzigen Termin können Patienten und Patientinnen von drei Fachärzten (einem HNO/ORL-Arzt, einem Kieferorthopäden oder Zahnarzt sowie einem Schlafexperten der Klinik für Schlafmedizin) untersucht werden. Die Untersuchung dauert etwa 30 Minuten. Das Ärzteteam erklärt anschliessend den Grund für das Schnarchen und informiert bei Bedarf über weitere Therapiemöglichkeiten.

pd/cs