Der Luzerner Simon Weiss ist der erste Ninja Warrior der Schweiz
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10.10.2019 16:00

«Nervös machen mich vor allem Interviews»

Ab 29. Oktober 2019 strahlt TV24 die 2. Staffel von «Ninja Warrior Switzerland» aus, dem wohl härtesten TV-Hindernisparcours der Welt. Mit dabei ist der 22-jährige Luzerner Simon Weiss, der die 1. Staffel als «last man standing» gewonnen hat. Im Interview erzählt der Sportwissenschaftsstudent, wie er sich vorbereitet hat und was seine Ambitionen sind.

Wie hast Du Dich auf Ninja Warrior Switzerland vorbereitet?

Von klein an mache ich Geräteturnen (STV Ballwil). Dies ist ein optimales Training für den Ninja-Parcours, da es Körperbeherrschung, Kraft und Koordination fördert. Ausserdem habe ich viele Stunden im Vita-Parcours verbracht, um meine Griffkraft und Ausdauer zu trainieren. Dazu spiele ich regelmässig Tennis, Volleyball und Fussball. Meiner Meinung nach ist eine polysportive Vorbereitung sehr wichtig.

Was sind Deine Ambitionen für die 2. Staffel?

Mein Ziel ist es, im Parcours meine Leistung vom letzten Jahr zu egalisieren oder zu überbieten.

Bist Du besser in From, als beim ersten Mal?

Körperlich bin ich etwa gleich gut in Form wie das letzte Jahr. Mental ist die Ausgangslage aber eine andere. Zwar hilft die Erfahrung, doch als Titelverteidiger ist der Druck auf mich um einiges höher.

Denkst Du, dass Du noch einmal gewinnen kannst?

Das hängt zu einem grossen Teil von den anderen Teilnehmern ab. Es gibt diverse Konkurrenten, vor allem die Kletterer, die eine bessere Griffkraft besitzen als ich. Wenn ein Kletterer also die Schwung- und Balance-Hindernisse übersteht, dann wird es für mich schwierig werden, zu gewinnen.

Welches Hindernis hat Dich beim ersten Mal am meisten gefordert?

Am meisten gefordert hat mich definitiv mein letztes Hindernis, bei dem ich dann auch ins Wasser fiel. Ich glaube, es heisst «Hangelleisten». Der Sprung zur letzten Leiste ist extrem schwierig.

Gibt es eine Hürde, von der Du Angst hast?

Nein. Nervös werde ich eher wegen den Interviews vor und nach meinen Läufen.

Du bist zwar der erste Ninja Warrior in der Schweiz geworden, hast aber das Preisgeld von 100'000 Franken nicht erhalten, weil Du es nicht bis zum «Buzzer» geschafft hast. Hat Dich das geärgert? Was hast Du – neben Ruhm und Ehre – tatsächlich als Preis erhalten?

Nein, das hat mich nicht gross geärgert. Ich war ja am Ende meiner Kräfte und zum finalen «Buzzer» wäre es noch ein sehr weiter Weg gewesen. Als «last man standing» habe ich einen Ochsner Sport Gutschein über 2'000 Franken erhalten.

Machst Du solange weiter, bis Du den Parcours beenden kannst?

Ich werde so lange weitermachen, wie mir dieser Wettkampf noch Spass macht. Wenn ich es tatsächlich mal bis zum Schluss schaffen sollte, wäre das natürlich umso schöner.

Was hat Dir der Sieg im Privatleben gebracht? Wie hat es Dein Leben verändert?

Ninja Warrior hat schon einen grossen Einfluss auf mein Leben. Es hat mich beispielsweise in meiner Entscheidung bestärkt, Sport studieren zu wollen. Ausserdem kann ich jetzt durch gelegentliche Auftritte bei öffentlichen Parcours (z.B. letzte Woche in der Metalli in Zug oder nächste Woche an der OLMA) etwas Geld verdienen.

Weshalb hast Du Dich noch einmal angemeldet? Was ist Deine Motivation?

Weil es ungeheuren Spass gemacht hat. Ausserdem motiviert mich meine gute Leistung vom letzten Mal. Diese möchte ich wiederholen.

Was machst Du mit dem Preisgeld, solltest Du die 2. Staffel gewinnen?

Reisen, Sportmaterial kaufen, in mein Studium investieren und sparen.

Sind die Parcours der 2. Staffel härter, als jene vom ersten Mal?

Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich das noch nicht wissen. Wir Athleten bekommen den Parcours erst kurz vor unserem ersten Lauf zu Gesicht.

Hast Du einen besonderen Konkurrenten, den Du im Auge haben musst?

Da gibt es viele. Vor allem den Kletterern traue ich einiges zu.

Bist Du jeweils nervös vor dem Wettkämpfen? Wie gehst Du in den Wettkampf? Hast du ein bestimmtes Ritual?

Vor dem Wettkampf bin ich jeweils eher ruhig und entspannt. Während dem Lauf bin ich aber doch ziemlich angespannt. Die Nervosität hilft mir aber, mich zu konzentrieren und auf den Parcours zu fokussieren. Ein bestimmtes Ritual habe ich nicht.

Viele Stürze sehen recht brutal aus. Tut es eigentlich weh, wenn man in den Wassergraben fällt?

Man muss schon darauf achten, wie man fällt. Da der Wassergraben nicht sehr tief ist, sollte man nicht mit dem Kopf oder mit gestreckten Beinen voran ins Wasser stürzen. Ausserdem gibt es auch einzelne Teilnehmer, die mit so viel Schwung abstürzen, dass sie den Wassergraben verfehlen. Dies ist dann natürlich sehr schmerzhaft.

Die Fragen stellte: Stefan Kämpfen