Telefon 143 - Die Dargebotene Hand Zentralschweiz.
Bild: z.V.g.
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08.10.2019 08:00

Ausgebildet, um zuzuhören

Telefon 143 ist offen für alle Anrufenden – über 13‘000 Hilferufe gingen im vergangenen Jahr ein. Die Freiwilligen bei Telefon 143 bieten Hilfe zur Selbsthilfe und nehmen sich Zeit für die Anliegen der Anrufenden. Nachwuchs am Telefon ist jedoch rar – gefragt sind tolerante und psychisch belastbare Personen. Am 17. Oktober 2019 informiert die Dargebotene Hand über die Möglichkeiten des Einstiegs als Telefonberatende.

Angefangen hatte alles im Jahre 1959 mit einem Vikar, der das Telefon für «Die Dargebotene Hand» Zentralschweiz am Tag betreute. Heute arbeiten 47 freiwillige Telefonberaterinnen und -berater rund um die Uhr und 7 Tage die Woche für Telefon 143 Zentralschweiz. Sie alle sind ausgebildet als professionelle Zuhörer und begleiten die Hilfesuchenden telefonisch und seit 2018 auch per Chat. Durch diese Erneuerung benötigt die Dargebotene Hand laut Rütschi zusätzliche Ressourcen, also mehr Freiwillige. Deshalb startet im Frühjahr 2020 wiederum ein neuer Ausbildungskurs. Die Ausbildung dauert acht bis neun Monate, und umfasst 200 Stunden in Theorie und Praxis. Die Kosten übernimmt die Dargebotene Hand. In der Ausbildung werden Themen wie z.B. Suizid, Verlust und Trauma besprochen. Ausserdem wird auch praktisch das bewusste Zuhören am Telefon geübt. Und: «Die Auszubildenden lernen viel über sich selbst», erklärt Klaus Rütschi.

Denn ohne Selbstreflexion sei eine solche Arbeit nicht möglich. Die Grundvoraussetzung für diese Ausbildung ist, dass man «Menschen mag», so der Geschäftsführer Rütschi.

Der Lohn der freiwilligen Arbeit

„Täglich ist man am Telefon mit anderen Lebensrealitäten konfrontiert“ so der Stellenleiter Klaus Rütschi. Das macht aber auch den Lohn der freiwilligen Mitarbeit in dieser Organisation aus. „Ein ständiger Lernprozess, die eigenen Grenzen erfahren, den Umgang mit eigenen Unsicherheiten, lernen klar zu reden und eigene Haltungen und Gedanken zu überprüfen, gehören genauso dazu.“

Info-Veranstaltung:

Donnerstag, 17.  Oktober 2019 – 19.30 Uhr im Waldstätterhof

Zentralstrasse 4, Luzern (neben dem Bahnhof)

pd/cs