Statt klassischem Verteilen von Flyer, waren die Jungen Grünen Kanton Luzern am Samstag 05.10.19 aktivistisch unterwegs.
Bild: z.V.g.
1/3 Statt klassischem Verteilen von Flyer, waren die Jungen Grünen Kanton Luzern am Samstag 05.10.19 aktivistisch unterwegs. Bild: z.V.g.
Statt klassischem Verteilen von Flyer, waren die Jungen Grünen Kanton Luzern am Samstag 05.10.19 aktivistisch unterwegs.
Bild: z.V.g.
2/3 Statt klassischem Verteilen von Flyer, waren die Jungen Grünen Kanton Luzern am Samstag 05.10.19 aktivistisch unterwegs. Bild: z.V.g.
Statt klassischem Verteilen von Flyer, waren die Jungen Grünen Kanton Luzern am Samstag 05.10.19 aktivistisch unterwegs.
Bild: z.V.g.
3/3 Statt klassischem Verteilen von Flyer, waren die Jungen Grünen Kanton Luzern am Samstag 05.10.19 aktivistisch unterwegs. Bild: z.V.g.
07.10.2019 12:00

Clean-up im Bireggwald und Foodwaste-Aktion – Aktiver Samstag

Statt klassischem Verteilen von Flyer, waren die Jungen Grünen Kanton Luzern am Samstag 05.10.19 aktivistisch unterwegs. Die Nationalratskandidierenden der Jungen Grünen Kanton Luzern sind am Morgen losgezogen, um den grössten Wald der Stadt Luzern von Müll zu befreien. Weitere Mitglieder kochten und verteilten einmal mehr gratis Essen, welches so vor der Mülltonne gerettet wurde.

Sechs gefüllte Abfallsäcke nach einer Stunde

Am Samstag 5. Oktober sind die neun Anwärter*innen auf einen junggrünen Nationalratssitz zusammen aufgebrochen. Ausgerüstet mit Abfallsäcken und Handschuhen durchkreuzten sie den Bireggwald, um den herumliegenden Müll einzusammeln. Schon Kurt Marti schrieb: „Müllenium, Müllenium, so müllen wir einander um.“ Genau das mussten auch die Umweltaktivist*innen im Luzerner Bireggwald feststellen. Bereits nach einer Stunde hatten sie sechs Abfallsäcke bis zuoberst gefüllt. Von Zigarettenstummeln über alte Schuhe bis zu Pfannen oder Kickboards fanden sie alles. Dieses Ergebnis ist ein trauriges Resultat der heutigen Wegwerfgesellschaft.

„Ich bin entsetzt über all die Dinge, die wir gefunden haben,“ sagt Janna Muff, Nationalratskandidatin und Vorstandsmitglied der Jungen Grünen Kanton Luzern. „Auch wenn Littering ein bekanntes Problem ist, schockiert mich der Zustand unserer Wälder.“ Der Müll stellt nicht nur für die Flora und Fauna ein Problem dar, sondern bedroht auch die Luzerner*innen. Gifte werden ausgewaschen, wodurch sie ins Grundwasser und damit auch ins Trinkwasser gelangen. Und kleinste Plastikpartikel werden in der Nahrungskette angereichert und landen somit auch auf dem Teller.

„Die Aktion steht symbolisch für unser politisches Engagement,“ so Muff weiter. Die Jungen Grünen setzen sich schon seit ihrer Gründung für den Erhalt der Umwelt ein. Nach dem Wahlerfolg im Frühling wollen sie ihre Energie auch in den Nationalrat tragen.

Auf den Tisch statt in die Tonne

Am Gleichen Tag waren weitere Mitglieder der Jungen Grünen Kanton Luzern am Theaterplatz und verteilten gratis Essen an Passantinnen und Passanten. Am Morgen wurde das Essen in der vom Treibhaus Luzern zur Verfügung gestellten Küche vorgekocht. Es gab warme Suppe mit Brot, sowie weitere Lebensmittel zum Mitnehmen wie Gurken, Erdbeeren oder Kartoffeln. Gesponsert wurden die Waren vom Grossverteiler CC Aligro in Emmen, das Brot kam von der Bäckerei Heini. Es handelte sich ausschliesslich um Waren, welche nicht verkauft wurden und somit im Müll gelandet wären, jedoch noch in einwandfreiem Zustand waren.

Es ist nicht das erste Mal, dass gratis Essen verteilt wird. Die Foodwaste-Aktionen haben Tradition bei den Jungen Grünen Kanton Luzern. Sie finden stets grossen Anklang und macht die Bevölkerung darauf aufmerksam, wie verschwenderisch die Schweiz mit ihren Lebensmitteln umgeht. Ein Drittel der in der Schweiz produzierten Lebensmittel landen im Müll. Das entspricht zwei Millionen Tonnen. Für deren Produktion wird die Umwelt unnötig belastet und CO2 Ausgestossen.

«Es wird sicher nicht das letzte Mal sein, dass wir diese Aktion durchführen. Die Zahlen sprechen für sich und zeigt, dass die Bevölkerung noch nicht genug sensibilisiert ist», sagt Carlo Schmid, Vorstandsmitglied und Organisator der Aktion.

pd/cs